Messe der Superlative

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Hessische Junglandwirte besuchten die Agritechnica in Hannover

"Das war schon echt beeindruckend" zogen die jungen Landwirtinnen und Landwirte, die mit der Hessischen Landjugend die Messe in Hannover besucht hatten, Bilanz. Mit mehr als 2.300 Ausstellern aus 36 Ländern war die diesjährige Landtechnik-Messe die größte bisher da gewesene. Besonders aufgefallen sind den Junglandwirtinnen und -landwirten die vielen ausländischen Besucher. Manche Aussteller hatten ihre Stände gleich in drei Sprachen beschriftet und stellten extra Personal bereit für die zahlreichen internationalen Gäste.

 

Unternehmensführung junger LandwirtInnen weltweit

Zu diesen Eindrücken passte das Junglandwirteforum, das gemeinsam von der Jungen DLG, dem Bund der Deutschen Landjugend und der europäischen Junglandwirteorganisation CÉJA organisiert worden war.

"Mein Betrieb. Meine Ideen. Meine Zukunft - Unternehmensführung junger LandwirtInnen weltweit" lautete das Motto des Forums. Zu Beginn referierten PraktikerInnen aus Neuseeland, Russland, Deutschland, Kanada, den USA und Spanien über ihre eigenen Betriebsausrichtungen sowie ihre persönlichen Visionen und Ideen für die Zukunft.

Themen der an die Referate anschließenden Diskussion waren unter anderem effizientes Wirtschaften, das Eingehen von Kooperationen, Kostensenkung sowie die bestmögliche Nutzung knapper Ressourcen. Besonders der Einsatz von Gentechnik wurde kontrovers diskutiert. Bei den politischen Rahmenbedingungen wünschen sich die jungen LandwirtInnen mehr Verlässlichkeit. In ihrem Schlusswort betonte die BDL-Bundesvorsitzende Anne Hartmann: "Gerade der Austausch mit BerufskollegInnen ist wichtig. Wir müssen auf unsere eigenen Stärken und Ideen setzen und Unternehmerqualitäten entwickeln. Dazu gehört auch die ständige Beobachtung von Betrieben und Märkten. So können wir als JunglandwirtInnen erfolgreich sein."

 

Innovationen auf vielen Feldern

Zuvor hatten sich die 30 Junglandwirtinnen und Junglandwirte aus Hessen auf der Messe ein Bild von den technischen Neuheiten und Präsentationen der Firmen gemacht. Die Organisatoren warteten in diesem Jahr mit einem neuen Konzept auf: Pro Halle gab es einen namhaften Aussteller so dass in jeder Messehalle mindestens eine Attraktion auf die Besucher wartete. Thematisch sortiert waren die Anbieter von Bodenbearbeitungsgeräten, Dünge- und Erntetechnik sowie Technikanbieter für Sonderkulturen. Allerseits zu finden waren auch Hersteller von Photovoltaikanlagen und Heizkesseln zur Brennholznutzung - ein Zeichen dafür, dass alternative Energien und die eigene Energieproduktion in der Landwirtschaft nach wie vor aktuelle Themen sind.

 

Dienstleister mit breitem Angebot

Die weltgrößte Landtechnikmesse nutzten natürlich auch viele Dienstleister im Umfeld der Agrarbranche. So konnten sich die JunglandwirtInnen bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank über Finanzierungsprogramme informieren oder an Ständen der Fachverlage Bücher und Zeitschriftenabonnements kennen lernen.

Seinen Abschluss fand der Young Farmers´s Day auf der Agritechnica am Abend auf der gleichnamigen Party. Die 30 JunglandwirtInnen aus Hessen nutzten gerne die Gelegenheit, um Berufskollegen zu treffen, sich auszutauschen und neue Freundschaften zu schließen.

Von: Annika Koch (BDL) und Sandra Hesse (HLJ)