Der ultimative Landjugendfilm für das große Jubiläum

Freitag, 09. Juli 2010

Filmfieber breitet sich von Norden her aus – Landjugendgruppen in Hessen rechnen mit mindestens einem wenn nicht sogar mit 17 Oscars.

Inzwischen ist das Fieber in Mittelhessen angekommen. Die Landjugendgruppe Erksdorf dreht „Auf der Suche nach Bus und Bahnverbindungen“. Das dürfte nach dem Hessentag, der gerade erst im zehn Kilometer entfernten Stadtallendorf zu Ende gegangen ist, nicht schwierig sein. Aber haben die Landjugendlichen aus Erksdorf noch die Kraft für den Dreh ihres Bestsellers? Aus Nordhessen hat man die unterschiedlichsten Stimmen nach dem Abdrehen gehört. Ein Übersehcontainer steht wohl schon in Wirmighausen vor der Haustür eines bekannten Landjugendmitgliedes. Der Anruf aus der Westküsten-Filmmetropole hat nicht lange auf sich warten lassen. Angefragt wurde für „Sex in the Kaff – Teil 1“, die Redaktion konnte den Namen des neuen Sternchens bis Redaktionsschluss leider nicht ausfindig machen. In Nieder-Werbe brauchte die Filmcrew nach dem Dreh wohl mehr Therapie als sie sich zuvor gedachte hatten. Improvisation und künstlerisches Geschick waren gefragt. Hofgeismar, wohl organisiert und strukturiert, drehte wie die Profis am stillen Örtchen. Über die Zukunft der Landwirtschaft konnten sich die Adorfer Landjugendlichen köstlich amüsieren. Die Lachmuskulatur wurde vom studioeigenen Masseur im Anschluss wieder aufbereitet. Freienhagen hat sich „auf der Suche nach Heimat“ gemacht und man hört Stimmen die behaupten, dass einige der Suchenden noch heimatlos umherirrten. Wir bitten die Bewohner von Freienhagen um Mithilfe: Nehmt die Heimatenlosen auf. Ob Basdorf nun den Frieden gefunden hat, kann so abschließend nicht festgestellt werden, sicher ist aber, dass anschließend der Dreh weiterzieht ins Frankenbergerland. In Laisa macht man sich auf die Suche nach dem ersten Auto, das ist keine fiktive Geschichte sondern oft genug Realität. Laisas Fahranfänger, sagt man, lassen ihre Autos nach Alkoholkonsum stehen und suchen das Auto dann schon mal am nächsten Tag. Die Auswahl an geeigneten Vorbildern ist in Geismar groß, die Entscheidung dürfte da nicht leicht sein. Auch hier werden sensationelle kreative Ergüsse erwartet und setzen die Gruppe unter Druck. Rosenthal, nun ja, was soll man da sagen, sucht den Sinn. Ein Phantom führt die Gruppe an, macht das schon mal Sinn? Eine schwierige Aufgabe liegt vor der Gruppe, aber Herausforderungen zu meistern sind ihre absolute Stärke. Der Blick in die Zukunft lässt noch auf weitere Highlights hoffen. Wie der Landesvorstand das gefühlvolle Thema „Liebe“ künstlerisch umsetzten wird und ob der Funken bei der ein oder anderen Szenen zwischen unseren Häuptlingen überspringt, bleibt abzuwarten. Sicher wird sich der Landesvorstand ebenso liebevoll dieser Aufgabe annehmen, wie er sich dem Verband annimmt (an der Stelle ist zu sagen, dass die Autorin des Berichts sich diesen Satz bezahlen lässt!). Bleibt zu hoffen, dass am 18. September alle Gäste und Zuschauer bei der Filmprämiere in die Wirmetalhalle in Diemelsee-Wirmighausen passen. Erwartet werden 1500 Gäste aus aller Welt, eine Liveschaltung in die UN-Konferenz in New York wird dank der Unterstützung der Satelitentechnik der ISS aufgebaut. Die Laudatoren schreiben bereits an ihren Texten und die anschließende Oscarparty wird neue Rekorde im Hessenland aufstellen.

Von: Antje Krauß

Rubrik(en): Jugendpolitik, HLJ