Die fliegt die Kuh! – Wildes Indianerleben in der Rhön
Abenteuer und Erholung, Indianer-Sport und Natur-Spiele, Bauernhof zum Anfassen und Brot zum Selberbacken – das alles erlebten die Kinder auf der diesjährigen Landjugend-Kinderfreizeit „Tierisches Vergnügen“.
Sie fand vom 26. Juni bis zum 2. Juli im Indianerhotel und Biohof Gensler in Poppenhausen statt. Und gleich bei der Ankunft begann es richtig indianisch: Mit selbstgebastelten Indianer-Outfits zelebrierte der frischgebackene Mini-Indianerstamm der Hessischen Landjugend gemeinsam mit seinen drei Häuptlingen den Übergang in die Welt der amerikanischen Ureinwohner. Nach der ersten Nacht mit gruseliger Nachtwanderung, behaglichem Lagerfeuer, Gitarre und anschließendem Naturbett im Tipizelt ging es genau so bunt in den folgenden Tagen weiter. Eifrig stellten die 8- bis 11-jährigen Winnetous und Apanatschis farbenfrohen Kopfschmuck und Freundschaftsbänder her.
Ein besonderes Highlight bei den Bastelaktionen waren der Flecht- und Filzworkshop unter der Anleitung zweier Mitarbeiterinnen des Indianerhotels. Dabei entstanden geflochtene Obstschalen und Armbänder, gefilzte Bälle, Blumen, Taschen und Kirschen als Mitbringsel und hübsche Erinnerung für zu Hause. Leuchtende Kinderaugen gab es auch beim Erlebnisbacken in der hofeigenen Backstube mit traditionellem Holzofen. Es galt, diverse Teigstücke zu formen, nachdem alle Zutaten selbst abgewogen und abwechselnd in die Knetmaschine hinzugefügt worden waren. Anschließend kürte die Genslersche Backmeisterin die drei schönsten Stücke und verlieh ihren Erschaffern leckere Preise.
Weiterhin standen interessante Ausflüge für die abenteuerlustigen Indianer auf dem Programm. Bei einer Besichtigung des Milchviehbetriebs Mehler konnten sie einen großen Bauernhof hautnah erleben und sehen, wo die Milch herkommt – Erklärung der Melkmaschine und Verkostung mit frischer Milch inklusive. Dass Kühe nicht lila sind, hatten sie auf dem Hof der Genslers schon gelernt, der neben Kühen auch Kaninchen, Katzen und Ponys beherbergt. Reich von Eindrücken war ebenso der Tag auf dem Gipfel der Wasserkuppe. Die Kinder besuchten den Segelflugplatz und das dazugehörige Museum auf dem höchsten Berg Hessens, auf dem das Segelfliegen seinerzeit erfunden wurde. Dabei erfuhren sie auch einiges über Flora und Fauna des Biosphärenreservats Rhön. Die aufmerksamsten Zuhörer wurden anschließend mit Gutscheinen für die Sommerrodelbahn belohnt!
Natürlich hatten die schwer beschäftigten kleinen Indianer zwischendrin auch genügend Zeit, um nach Herzenslust im Teich zu planschen, herumzutoben sowie sich an den Spielen der Indianerolympiade auszuprobieren, denn am Ende der Woche durften sie in jeder Disziplin ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. So machte das Werfen mit Speer, Messer, Axt, Stein, Baumstamm und Hufeisen und nicht zu vergessen das Bogenschießen allen einen Riesenspaß – und wie alles andere große Lust auf mehr: „Wir wollen noch ’ne Woche bleiben!“, lautete folglich das einhellige Fazit aller strahlenden Kinder, die in der Rhön sieben Tage lang ein wahrhaft „Tierisches Vergnügen“ genießen durften.
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