Hessische Landjugend e.V.

Presse

Landjugend im Innenausschuss und Landtagsgespräch

Die Landesvorsitzende der Hessische Landjugend , Lisa Kamm, war vergangene Woche zu einer Anhörung in den Innenausschuss des Hessischen Landtages eingeladen. Kamm sollte Stellung beziehen zum Entwurf einer Gesetzesänderung des Hessischen Glücksspielgesetzes.

Hintergrund für die Anhörung ist die Forderung der fünf, im hessischen Glücksspielgesetz genannten, Destinatäre, Landessportbund, Liga der Freien Wohlfahrtspflege, Hessischer Jugendring, Träger der Außerschulischen Jugendbildung und Ring politischen Jugend, nach einer Mittelerhöhung um 25%, die u.a. aus den Einnahmen des Glückspiels finanziert werden. In einem ersten Regierungsentwurf waren für den Hessischen Jugendring, hier ist die Hessische Landjugend Gründungsmitglied, 5% ab 2020 und weitere 5% zu einem „späteren“ Zeitpunkt enthalten. Nach gemeinsamen Protestaktionen der Jugendverbände, auch der Hessischen Landjugend, sind im Entwurf zur 1.Lesung im Landtag für den Hessischen Jugendring nun eine Erhöhung um 10% ab 2020 und eine weitere Erhöhung um 10% zu einem „späteren“ Zeitpunkt geplant. Regierung und Opposition waren sich in der 1. Lesung nicht einig und Übergaben die weitere Bearbeitung in den Innenausschuss. Kamm machte in ihrer fünfminütigen Stellungnahme deutlich, dass eine deutlich Lohn- und Preissteigerung in den letzten Jahren und immer neue Arbeitsfelder der Jugendverbandsarbeit eine Steigerung um 25 % rechtfertigen. Die Benachteiligung von Jugendlichen in ländlichen Räumen gegenüber der Jugend aus der Stadt konnte Kamm eindrucksvoll aus ihrer persönlichen Erfahrung schildern. „In meinem Heimatort Wirmighausen gibt es keinen Mobilfunkempfang und nur sehr sporadische Nahverkehrsanbindung. Zwei absolute Bedingungen für Jugendliche um sich für die Heimat und gegen einen Wegzug zu entscheiden. Die Landjugendgruppen vor Ort versuchen hier durch ihre Angebote den Jugendlichen Bleibeperspektiven aufzuzeigen“ so Kamm in ihren Ausführungen.

Tags zuvor trafen drei Mitglieder des Landesvorstandes (v.l.n.r.) Benedikt Linke, Lisa Kamm und Sarah Kalhöfer den Landtagsabgeordneten Felix Martin, Bündnis 90/Die Grünen, in Wiesbaden. „Das Gespräch mit Herrn Martin war auf Augenhöhe. Er weiß was Landjugendliche für Interessen haben und was sie für ihr ehrenamtliches Engagement benötigen“ so Sarah Kalhöfer im Anschluss. Der 24jährige Politiker aus dem Werra-Meißner-Kreis ist in seiner Partei Sprecher für die Themen Arbeitsmarkt, Ausbildung, Kommunalfinanzen, Jugend, Antidiskriminierung und Queerpolitik. Im Gespräch ging es hauptsächliche um die Partizipation von Jugendlichen an politischen Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozessen sowie die Steigerung der Attraktivität des ländlichen Raumes. Bei dem Thema der Senkung des Wahlalters waren sich die Gesprächsteilnehmer einig. Es wäre sehr wünschenswert, jedoch die Umsetzung ist sehr aufwendig und auch nicht von allen Parteien so befürwortet. Es würde einer Verfassungsänderung bedürfen und dieser Prozess ist sehr langwierig. Auch bei den Chancen der Jugendverbandsarbeit innerhalb der Queerenjugendarbeit war man sich einig. Gerade im ländlichen Raum und besonders in Mittel- und Nordhessen fehlen die Ansprechpartner und Beratungsstellen für betroffene Jugendliche. Die Kompetenzen von Lehrern und Jugendarbeitern müssen an der Stelle sicher auch gestärkt werden, war das abschließende Resümee.

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