Die Landjugend Geismar hatte sich wieder mächtig ins Zeug gelegt, um einen
großen Bauernhof im Dorf für den Rullwahnschen Markt herzurichten. Die Arbeit hat sich gelohnt: An den beiden Tagen kamen Hunderte Menschen auf den Hof Faust in der Brunnenstraße. Bei der zweitägigen Open-Air-Veranstaltung spielte den Landjugendlichen auch das schöne Sommerwetter in die Karten.
Am Samstagabend stand eine Hofparty mit Livemusik von Samuel Bos, Sänger und Songwriter aus Cölbe, auf dem Programm. „Das war ein gemütlicher und gut besuchter Dorfabend“, berichtete Philipp Freitag, der Vorsitzende der Landjugend Geismar, am Sonntag zufrieden.
Am Sonntag stand dann der Markt im Mittelpunkt. Auf dem Hof und der Straße waren Holzbuden aufgebaut, auch Scheune und Stall wurden genutzt. An den rund 20 Ständen gab es Handarbeiten und Handwerk – Blumen, Dekoartikel und genähte Taschen zum Beispiel. Zudem konnten die Besucher bei Essen und Getränke aus einem reichhaltigen Angebot wählen, das weit über Bratwurst und Pommes hinausging. Es gab beispielsweise Pellkartoffeln und Pilze mit Dip, Handbrot sowie Piroggen (Teigtaschen) mit Heidelbeerfüllung und Zimt-Schmand. Die Landfrauen boten Kuchen und Waffeln an, die Landmetzgerei Schöneweiß Gyrostaschen und die Geismarer Stuben Spanferkel. Einiges aus dem Essensangebot hatten die Landjugendlichen selbst vor- und zubereitet. 800 bis 900 Essens-Portionen seien am Sonntag verkauft worden, so die Hochrechnung am Sonntagnachmittag.
Auch andere Geismarer Vereine waren am Programm beteiligt. Der Heimat- und Kulturverein zeigte das Weben am Webstuhl, bei der Feuerwehr konnten die Kinder mit Wasser spritzen. Auf der Tanzbühne traten die Kinderlandjugend Geismar, die Landjugendgruppen Haubern, Rosenthal und Laisa, die Jugendtanzgruppe aus Wollmar und die Volkstanzgruppe Leitmar mit Volkstänzen auf.
Etwa 60 Helfer waren an dem Wochenende im Einsatz, berichtete Vorsitzender Philipp Freitag und dankte allen Beteiligten. „Wir sind sehr zufrieden, alles lief wie geplant“, so sein Fazit.
Der Rullwahnsche Markt hat seinen Namen übrigens vom Dorf-Spitznamen der Geismarer: Rullwahne, auf Hochdeutsch Rollwagen. Der Name stammt aus der Zeit, als die Einwohner im Bergbau bei Geismar tätig waren.
Text: HNA
Bild: Landjugend Geismar